Symposien


Tastenspiele – Transformationen des Klaviers in Musik und Kunst nach 1940
Internationales Symposion
Staatliches Institut für Musikforschung Preußischer Kulturbesitz
2.–4. März 2012
In das Jahr 2012 fallen die 100. Geburtstage zweier Komponisten, die die Entwicklung der Klaviermusik im 20. Jahrhundert entscheidend geprägt haben: John Cage und Conlon Nancarrow. Das Staatliche Institut für Musikforschung nimmt diese Jubiläen zum Anlass, die Rolle des Klaviers in Musik und Kunst der Gegenwart zu untersuchen. Die Mechanisierung des Klavierspiels und die Erweiterung der Klangmöglichkeiten des Instruments werden dabei ebenso thematisiert wie das Klavier als Objekt, Ikone, Symbol und Fetisch in der Bildenden Kunst: Nicht zuletzt hat der Konzertflügel als paradigmatisches Objekt der bürgerlichen Kultur Eingang in zahlreiche Skulpturen und Installationen gefunden. Ergänzt wird das Symposion durch ein Begleitprogramm mit Konzerten und einer Ausstellung von künstlerischen Werken, die speziell zum Thema des Symposions angefertigt wurden.
Programmflyer zum Download [PDF, 350 KB]
Freitag, 2. März 2012, 19 Uhr
Vernissage
Eröffnung des Symposions und der Ausstellung der Klasse von Thomas Zipp (UdK Berlin) mit einer Einführung von Heike Catherina Mertens (Schering Stiftung)
Konzert
Faszination Player Piano. Die kulturhistorische Bedeutung des Selbstspielklaviers von den Anfängen bis zu Nancarrow
Gesprächskonzert mit Jürgen Hocker und Werken von Grieg, Liszt, Chopin, Strawinsky, Antheil und Nancarrow auf dem Ampico-Bösendorfer-Selbstspielflügel Interview mit dem Restaurator Jörg Borchardt
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Samstag, 3. März 2012
Vorträge
10.00–12.00 Uhr
Alfred Smudits
Vom Klavier zum Keyboard – vom Klasseninstrument zum Masseninstrument
Eugen Blume
Joseph Beuys. Piano-Fluxus
Gabriele Knapstein
Piano Activities – Klavierwerke von Philip Corner, George Brecht, Stephen Prina und Rodney Graham
12.00 Uhr Mittagspause
14.00–16.00 Uhr
Thomas Ahrend
Die kompositorische Relevanz des präparierten Klaviers bei John Cage
Pietro Cavallotti
Das Klavier als universeller Klangkörper. Die Musik für Tasteninstrumente von Mario Bertoncini
Jürgen Arndt
Jazz – Klavier – Fluxus? Avantgardistische Wege europäischer Improvisatoren
Gabriele Groll
Körper und Klavier. Ausdruck und Performance in Moritz Eggerts Zyklus »Hämmerklavier«
16.00 Uhr Kaffeepause
16.30–17.30 Uhr
Felix Meyer
Der Notbehelf als Glücksfall: Conlon Nancarrows Aneignung des Selbstspielklaviers
Stefan Drees:
Das computergesteuerte Klavier als Medium zur Analyse kulturgeschichtlicher Kontexte. Eine Bestandsaufnahme anhand von Arbeiten Peter Ablingers, Olga Neuwirths und Karlheinz Essls
Jürgen Hocker
Möglichkeiten und Grenzen des Selbstspielklaviers. Die Renaissance des Player Piano nach Nancarrow
18.15 Uhr
Podium: Das Klavier – Seismograph der Moderne?
Dialog zwischen Kunst und Wissenschaft. Diskussion
Leitung: Simone Hohmaier
20.00 Uhr
Konzert
Sonatas, Interludes und Hämmerklaviere
Konzert mit Moritz Eggert und Werken von John Cage und Moritz Eggert
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Sonntag, 4. März 2012
11 Uhr
Margaret Leng Tan
The Art of the Toy Piano
Lecture Recital
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.
Finissage der Ausstellung am 19. April.
Musikinstrumenten-Museum des Staatlichen Instituts für Musikforschung PK
Tiergartenstraße 1
10785 Berlin
Eingang Ben-Gurion-Straße
www.mim-berlin.de
Tel.:030/25481-178
E-Mail: Tastenspiele@sim.spk-berlin.de
Stiftung Preußischer Kulturbesitz
